Stöckli ist Schweizermeisterin - Kuhn’s Start-Effort wirft ihn schlussendlich zurück
25.06.2023 - Para-cycling/ Strassen-Schweizermeisterschaften Wetzikon
Stöckli trotz Malheur Schweizermeisterin
Für die Paracycler gabs die gleiche Strecke wie für die Velofahrer zu absolvieren. So war es ein äusserst anspruchsvoller Kurs. Vorallem der Bergpreis, der letzte steile Aufstieg, verlangte sehr viel ab von den Teilnehmern. Sandra Stöckli zum Renngelände:"Ich fahre ja "nur" mit den Armen. Die SM-Strecke gehört definitiv zu den strengsten SM-Strecken, die ich in den letzten Jahren gefahren bin."
Nun zum Rennverlauf. Die Frauen und Männer starteten gleichzeitig. Stöckli begann schnell und konnte mit den Männern mithalten. Im Aufstieg zog sich das Feld, wie von ihr erwartet, in die Länge. Mit einer sehr hohen und konstanten Leistung kämpfte Sandra Stöckli den Berg hinauf. Durch und durch beflügelt überholte sie mit diesem Effort im Aufstieg einige männliche Konkurennten.
Nun kam jedoch eine brisante Rennsituation: Da der Linienbus Stöckli die Sicht versperrte und auch der Streckenposten nicht reagierte, verpasste die Para-Cycling Spezialistin eine Abzweigung und fuhr in Richtung Bauma. Stöckli zu diesem Rennmoment: "Ich habe die Strecke vorgänig besichtigt, doch der Bus irritierte mich. So passierte mir dieser Fehler. Als ich den Irrtum bemerkte, ca 100 Meter später, spurtete ich im Eiltempo zurück. "Stöckli, die noch ausser Atem von der kräftezerrenden Leistung beim Bergpreis war, war nun mit einer schwierigen Rennsituation konfrontiert. "Aufgrund meines Malheurs wusste ich nicht mehr, an welcher Position ich fuhr. So hatte ich völlig den Überblick über's Rennen verloren", so Stöckli weiter. Doch es kam gut für Sandra Stöckli. Schnellstmöglich fuhr sie an eine übersichtliche Stelle, um den Rennüberblick zurückzugewinnen. Nach einer rasanten Abfahrt nach Ringwil hatte Stöckli die Gewissheit - trotz Fahrt in die falsche Richtung, reichte es für einen weiteren CH-Meister Titel. Stöckli zu ihrem Triumph: "Ich bin sehr zufrieden und freue mich sehr über diesen weiteren Schweizermeistertitel. Da ich haupstächlich an Rennen im Ausland teilnehme, genoss ich es, vor Heimpublikum zu starten."
Kuhn’s Start-Effort wirft ihn schlussendlich zurück
Kevin Kuhn startete an der Strassen-Schweizermeisterschaft in Wetzikon – somit nicht in seiner Hauptdisziplin dem Radquer. Das Rennen lief nicht nach Wunsch - er sammelte dabei jedoch wertvolle Erfahrungen für die Zukunft.
Kuhn zu seinem Rennen: «Am Anfang investierte ich sehr viel. Ich dachte, ich sei in einer Gruppe, welche Tempo machen würde.» Die von Kuhn angesprochene Spitzengruppe fiel mit zunehmender Renndauer auseinander. Kuhn wurde ans Ende des Fahrerfeldes gespült.
«Am Ende resultierte der 33. Schlussrang. Ich bin mit diesem Resultat nicht zufrieden. Dennoch kann ich mir nichts vorwerfen, ich habe alles probiert», so Kuhn’s Analyse im Ziel.
Tom Bohli und Aaron Imhof wurden nicht rangiert.
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